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| Die Schulversammlungen | Interview musikalische Grundschule | Pressebericht Ruheraum | Unser Schullied | Tannenbergschüler präsentieren sich | Das Summsteinprojekt | Musikalische Fortbildung des Kollegiums | Oper in der Grundschule| Musikinstrumente bauen |Das SummsteinprojektKinder der Tannenbergschule betätigten sich ein halbes Jahr lang als Steinmetze. Sie gaben den Summlöchern des 2 Tonnen schweren Summsteines aus rotem Odenwälder Sandstein Konturen und höhlten den Stein mit Hammer und Meißel aus. Die Eltern der beiden beteiligten Klassen (Fledermausklasse und Entenklasse) bohrten in mehreren Arbeitseinsätzen viele kleine Löcher vor und die Kinder schlugen die stehengebliebenen Stege weg. So arbeitete man sich Stück für Stück vor, bis eine ca. 30 cm tiefe Höhlung entstanden war. Später sollte noch ein Fundament errichtet werden, auf dem der Stein als HÖRMAL stehen und dem Besucher der Schule eine musikalischen Gruß entlocken soll. Die Arbeit wurde von den Kinder der Schule ständig kommentiert und beobachtet und der Stein wurde praktisch schon in Besitz genommen, indem darauf geklettert wurde oder er auch als Sitzgelegenheit verwendet wurde. Was ist ein Summstein eigentlich: Der Summstein ist ein Stein mit einer Aushöhlung, dem sogenannten „Summloch“. Er dient der Wahrnehmung der Sinne über spielerische Erfahrung mit der eigenen Stimme durch Summen und Resonanz. Steckt ein Mensch den Kopf in diese Höhle/Summloch und atmet tief summend aus, können die Töne in Resonanz geraten und erzeugen dadurch Vibrationen, die den ganzen Körper erfassen. Die Vibration ist mit der Hand im Halsbereich nachspürbar. Das Summen in verschiedenen Tonlagen löst ein stärkeres oder schwächeres Kribbeln im Körper aus. Nach Kükelhaus stärken solche Sinneserfahrungen die Ressourcen des Menschen und sensibilisieren ihn dafür, die Umwelt und sich selbst mit allen Sinnen bewusster wahrzunehmen. Steine mit Summlöchern sollen in vorchristlichen Katakomben auf der Insel Malta und in mittelalterlichen Klöstern in der Bretagne entdeckt worden sein. Sie seien in verschiedenen alten Kulturen vermutlich zur Heilung und Meditation benutzt worden. Erfahrungsfeld der Sinne Entsprechend dem Konzept von Kükelhaus entstand mit dem Summstein ein Objekt der Sinne, das ganzheitlicher wohl kaum realisiert werden kann. „Der Besucher erfährt, wie das Auge sieht, das Ohr hört, die Nase riecht, die Haut fühlt, die Finger tasten, der Fuß (ver-)steht, die Hand (be-)greift, das Gehirn denkt, die Lunge atmet, das Blut pulst, der Körper schwingt. Die Wahrnehmung der Gesetze der eigenen Natur befähigt den Menschen, in den Erscheinungen der äußeren Natur die gleiche Gesetzlichkeit wahrzunehmen als auch zu wahren. (Hugo Kükelhaus) “. So wurde der Stein als er noch flach lag und bearbeitet wurde, als Bank zum Ausruhen für Eltern und Kinder genutzt, in den Pausen ritzten die Kinder mit Steinchen oder gefundenen Gegenständen in den Stein, die herausgeklopften Sandsteinreste wurden beschnuppert, befühlt und als wertvolle Schätze mit nach Hause genommen oder es wurden daraus kleine Figuren gearbeitet. MIT den kleinen Steinresten wiederum wurden am großen Stein persönliche Spuren hinterlassen. Der entstandene Staub wurde zum Bauen, zum sich gegenseitig Bepudern oder Malen mit Wasser verwendet. Die Erfahrungen mit dem Stein wurden schließlich in dem SUMMSTEINLIED verarbeitet, das rhythmisch von den beim Bau verwendeten Werkzeugen wie Hämmer, Meißel und Raspeln begleitet wurde. Mit der Präsentation des Liedes bei der feierlichen Steineinweihung konnten die Kinder einem breiten Publikum ihr von ihnen und Ihren Eltern geschaffenes Werk vorstellen. Als krönender Abschluss wurden ihre Unterschriften auf eine Metallplatte graviert, die den Summstein unser HÖRMAL ziert.
Kraftakt: Das Aufstellen des SummsteinsGut, dass unsere Schule so engagierte Eltern hat, die sich mit ihrem Können aktiv einbringen. Herr Koob, Vater und Steinmetz, konnte das nötige schwere Gerät beschaffen, um den Summstein aufzustellen. Dazu waren natürlich einige Vorarbeiten nötig. Ein Fundament musste angelegt werden. Die Verschalung wurde von zwei Vätern vorbereitet und von der Firma Schäfer-Braag mit Flüssigbeton aufgefüllt - wir danken der Fa. Schäfer-Braag auf diesem Weg. Als Nächstes musste der Stein vorbereitet werden, ein Eisenrohr musste passgenau in den Stein und eine Eisenhülse in das Fundament eingelassen werden. Mit dem Kran wurde dann der Stein von Herrn Koob und seinem Helfer auf seinen Platz gehoben, der vorher mit Betonkleber eingestrichen wurde. Der Summstein stehtIm Dezember 2009 war es endlich soweit: Der Summstein war fertig ausgehöhlt und konnte aufgestellt werden. Mit Hilfe eines Vaters - Herrn Koob aus der Fledermausklasse, der als Steinmetz die entsprechende Erfahrung und das schwere Gerät mitbrachte - konnte der Summstein als Begrüßungsstein der musikalischen Grundschule aufgestellt werden. Der Stein stellt nun ein HÖRMAL dar, der jeden Besucher dazu auffordert, einmal genau hinzuhören, aufmerksam zu werden und sich auf sich selbst zu konzentrieren.
Der Summstein wird offiziell eingeweiht
Lange erwartet und am 26. 3.2010 geschehen: In einem feierlichen Akt enthüllten Bürgermeister Kühn und Schuldezernent Christel Fleischmann den Summstein und probierten ihn auch gleich anschließend aus. Die an der Herstellung beteiligten Klassen trugen ein selbst gedichtetes Lied vor, das heftig beklatscht wurde.
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Das Summsteinprojekt |